BM Götz 30 Jahre Bürgermeister

Wilhelm Götz, Bürgermeister der Gemeinde Elztal, feiert in diesem Jahr gleich zwei „Runde“: bereits im Februar seinen 60. Geburtstag und in diesen Tagen sein nunmehr 30jähriges Dienstjubiläum.

Als er am 1. Juli 1980 seinen Dienst antrat, hat er mit Sicherheit keinen Gedanken daran verschwendet, dass er im Sommer 2010 mehr als die Hälfte seiner bisherigen Lebensjahre diesen Job ausüben würde. „Als junger Familienvater kam ich hier damals an mit meinen drei kleinen Kindern und mittlerweile bin ich stolzer Opa eines Enkelsohnes“, erinnert er sich.

 

In den drei Jahrzehnten hat sich nicht nur privat Vieles verändert, sondern auch in der Gemeinde. „Alle wichtigen Infrastruktureinrichtungen sind in Schuss“, so der Bürgermeister zufrieden. Bildungseinrichtungen, und somit die Zukunft nachfolgender Generationen, liegen ihm besonders am Herzen. Neben der Elztalschule, der Hauptschule in Dallau, konnten während seiner Amtszeit auch die Grundschulen in Auerbach, Neckarburken und Rittersbach erhalten bleiben.

 

Mit Nachwuchsproblemen hat die Gemeinde nicht zu kämpfen, die Einwohnerzahl ist seit seinem Amtsantritt von 5000 auf mehr als 6000 Einwohner gewachsen. Selbst im kleinsten der insgesamt fünf Ortsteile, in Muckental, gibt es Kindergärten. Wilhelm Götz unterstützt dabei die kirchlichen Träger, variable Öffnungszeiten und Möglichkeiten zur Kleinkindbetreuung anzubieten. In seinem Bemühen, angemessen auf die Anforderungen der heutigen Zeit zu reagieren, verliert Bürgermeister Götz nie den Blick fürs „Alte“ aus den Augen. Mit dem Erhalt des Dallauer Wasserschlosses, das heute die Musikschule beherbergt, mit der Sanierung zweier Kalköfen aus der Römerzeit sowie der Errichtung eines Kalkofenwanderweges zwischen Dallau und Neckarburken, hat der Bürgermeister große Wertschätzung für kulturelle Kleinode gezeigt.

 

„Auch wenn ich einen Beruf mit Anzug und Krawatte gewählt habe, so werde ich meine Wurzeln nie vergessen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein Naturfreund bin“, so der Beamte, der aus einem kleinen Bauernhof stammt. Wilhelm Götz ist regelmäßig im Grenzgebiet zwischen Odenwald und Bauland unterwegs, liebt lange Spaziergänge im Elz- und Trienzbachtal und setzt sich aktiv für den Erhalt dieser seiner Meinung nach so schönen Natur- und Kulturlandschaft ein. Elztal gehört zu den wenigen Gemeinden in der Region, die einen ausgeglichenen Haushalt sowie eine solide Finanzlage vorweisen können. Die Gründe dafür sieht der Bürgermeister vor allem im guten Klima zwischen Gemeinderat, Verwaltung, Bauhof und der gesamten Bevölkerung. „Wir haben über Jahrzehnte hinweg allesamt effektiv, sparsam und am Bedarf orientiert gewirtschaftet“, so Götz. Knausrig hat sich der Bürgermeister trotzdem nie gezeigt. Kontinuierliche Dorfentwicklungs- und Sanierungsmaßnahmen haben die Ortsbilder wesentlich verschönert. Dazu zählen zahlreiche Sporthallen, Fußball-, Tennis- und Spielplätze, Dorfgemeinschaftshäuser und verhältnismäßig günstige Bauplatzpreise in neu erschlossenen Baugebieten.

 

Seine wichtigste Aufgabe sieht Wilhelm Götz darin, Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten. Auch hier erweist sich seiner Meinung nach das gute Verhältnis zwischen der Gemeindeverwaltung und den Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen als besonders wertvoll.

 

In zwei Jahren endet die vierte Amtszeit des dienstältesten Bürgermeisters im Neckarodenwaldkreis. Er wird seinem Nachfolger eine Gemeinde übergeben, die trotz wirtschaftlich und finanziell schwieriger Zeiten zuversichtlich in die Zukunft blicken darf.

 

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